“Wireless SPS” mit GPRS/EDGE für rauhe Umgebungen

M2M-Endgeräte werden an unterschiedlichsten Einsatzstellen verwendet, das Spektrum reicht von geschützten Büroumgebungen, Fertigungsbereichen, Fahrzeugeinbau bis hin zur Outdoor-Nutzung. Entsprechend vielfältig und unübersichtlich ist mittlerweile auch das Angebot an M2M-Endgeräten.

Wer in dieser Masse auffallen will, muss schon etwas besonderes oder ungewöhnliches bieten.  Dem C450 von M2M-Control gelingt das mit drei kryptischen Kürzeln:

Abb.: C450 im Außeneinsatz

Das C450 ist also eine SPS mit GPRS/EDGE-Anbindung für den Außeneinsatz. Eine interessante Kombination, die ich in dieser Form noch nicht gesehen habe (ich habe aber auch keinen Anspruch darauf den “ganzen” Markt zu kennen) und die vermutlich häufig ein spezielles Außengehäuse/Schrank und somit viel Installationszeit und Aufwand spart.

Die Featureliste des Gerätes:

Abgerundet wird diese Liste noch durch eine IDE (Entwicklungsumgebung) und einen Server zur Verteilung von Updates.

Insgesamt ein spannendes Konzept, mal schauen, wann denn die “Großen” aus der Automatisierung auch auf diese Nische setzen.


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“Der Spiegel” zum Thema “Smart Metering”

Unter den am stärksten gehypten Themen rund um M2M sind Smart Metering und Smart Grid prominent vertreten.

Viele Teilnehmer in der M2M-Wertschöpfungskette erhoffen sich dort in den nächsten Jahren – nicht zuletzt durch die Hilfe des Gesetzgebers – Millionen von neuen Geräten, GPRS-Modulen, SIM-Karten/Chips, Management-Plattformen…

Das Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» nimmt sich in diesem lesenswerten Artikel nun das Thema Smart Metering aus der Sicht des Kunden zur Brust:

“Smart Meter und variable Tarife zusammen sollen den Bürgern ein phantastisches Sparpotential eröffnen, dachte die Große Koalition, als sie 2007 die Einführung der Geräte beschloss. Der damalige SPD-Umweltminister Sigmar Gabriel schwärmte davon, dass die Technik zwar etwas koste, aber man dafür gut viermal so viel sparen könne. Gabriel lag damit ziemlich daneben, wie sich jetzt zeigt.

Tatsächlich ist der Aufwand, den Stromverbrauch in billigere Zeiten zu verlagern, nicht selten sogar größer als der Ertrag. Zu diesem ernüchternden Ergebnis kommen gleich mehrere Studien.

Der Aachener Energieberater Peter Klafka hat eine Summe von 21,50 Euro errechnet, die ein Haushalt mit Hilfe intelligenter Strommesser sparen kann – pro Jahr. [...]

Diesem überschaubaren Nutzen stehen enorme Kosten gegenüber. Den Austausch des Zählers stellen die Versorger dem Kunden laut Deutscher Energie-Agentur einmalig mit 35 bis 100 Euro in Rechnung. Dazu kommt noch eine happige jährliche Dienstleistungsgebühr: Sie rangiert je nach Anbieter zwischen 60 Euro für ein Basismodell und 240 Euro für das Komplettangebot. Unterm Strich also legt der Verbraucher gewaltig drauf: schlau gezählt, teuer gezahlt.”

Zum effektiven Energiesparen reicht wohl doch die simple Verlagerung des Verbrauchszeitpunktes mit Hilfe eines Smart Meter und vielleicht einer passenden Waschmaschine nicht aus.

Ernüchternd. Wenn sich diese Sicht bewahrheiten sollte, kann man sich die vermutliche Akzeptanz von Smart Metern (abgesehen von den Datenschutzbedenken) leicht vorstellen. Weder Politik noch Industrie sollten Verbraucher für dumm erklären und den Eindruck erwecken, dass ein Smart Meter per se Energie spart.

Notwendig sind hierzu deutlich umfassendere Lösungen, wie sie z.B. von JOONIOR für den Privatbereich geplant werden.


Sinn machen kann und wird ein Smart Meter sicher  im Verbund, im Smart Grid (hier ein Beispiel), aber dort ist der unmittelbare Nutzen wohl eher auf der Versorgerseite als auf der Verbraucherseite zu sehen. Und hier steckt das tatsächliche und noch kaum abschätzbare Potential für M2M-Anwendungen.


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