M2M "Simkarten" zum Einlöten
Zum Mobile World Congress hat Giesecke & Devrient eine SIM”karte” zum Einlöten vorgestellt. Konstruiert wurde das SIM zum Einsatz unter rauhen Umweltbedingungen, z.B. im Bereich Automotive. Durch Lötung kann auf einen – aufgrund der Mechanik häufig störanfälligen – Chipkartenhalter verzichtet werden.
Foto: Der Infineon Chip im VQFP-Gehäuse
Ein SIM-Kartenhersteller – hier Giesecke & Devrient – veredelt einen Security-Controller durch Programmierung entsprechend der Vorgaben eines Netzbetreibers (oder MVNO) zu einem SIM (Subscriber Identity Module).
Interessant sind an dieser neuen Entwicklung neben den logistischen Problemen (wie soll eine Kartennummer auf diesen Winzling passen?) vor allem die Auswirkungen auf die heutige Mobilfunklandschaft:
Die SIM-Karte hat bisher aufgrund ihrer Austauschbarkeit wesentlich zum Siegeszug des GSM beigetragen. Consumer Produkte wären im heutigen Umfang kaum dankbar, wenn die Telefonnummer an das Telefon (und nicht an das SIM) gekoppelt wäre. Ganz anders im Bereich M2M: Hier wird ein SIM, das erst einmal in Betrieb genommen wurde (im Feld ist) wohl erst wieder ausgebaut, wenn das betreffende Gerät verschrottet wird.
Mit der Lötung des SIM wird diesem Umstand Rechnung getragen, allerdings mit einer wesentlichen Änderung:
Geräte mit dieser M2M SIM sind von Beginn an und auf ewig exklusiv an einen Mobilnetzbetreiber gebunden!
Vermutlich werden zunächst “große” Projekte derart ausgestattet – hier ist aller Regel sowieso bereits ein Netzbetreiber mit an Bord, sei es über spezielle Tarife oder auch eine engere Einbindung in die Netzwerks-Infrastruktur.
Zu befürchten bleibt, dass iPhone-Verhältnisse nun auch in die Welt der M2M-Kommunikation Einzug halten. Wir müssen uns wohl daran gewöhnen, dass bestimmte Endgeräte zukünftig nur exklusiv in einem Netz betrieben werden können.
Der erste Anwender einem derartigen M2M SIM ist Telit mit dem Modul GE863-SIM, einem GSM Modul, welches bereits die SIM integriert. Warten wir ab, in welchem Endgerät – und in welchem Netz – wir diese Technik zuerst in freier Wildbahn entdecken.
Quellen:
Pressemitteilung von Giesecke & Devrient vom 6. Februar 2008
Pressemitteilung von Infineon vom 8. Februar 2008
Pressemitteilung von Telit vom 6. Februar 2008
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[...] Ein weiteres Argument für SIM-Karten zum Einlöten. [...]
[...] Netzbetreiber als Modul-Hersteller kannn seine Module von Haus aus mit seinen SIM-Karten zum Einlöten ausrüsten und so an sein Netz binden. Hardware-Hersteller, die dann seine Module verwenden, werden [...]
[...] & Devrient zeigte eine SIM-Karte zum Einlöten, die Auswirkungen habe ich ein einem gesonderten Eintrag [...]
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