Dr. Neuhaus stellt neue EDGE-Router vor
Dr. Neuhaus Telekommunikation stellte am 21. Februar zwei neue EDGE-Router namens TAINY EMOD-L1-IO und TAINY EMOD-V2-IO vor.
Die Router sind für industrielle Anwedungen vorgesehen, die Montage erfolgt auf der Hutschiene und die Spannungsversorgung über Gleichspannung. Das “V2″ unterscheidet sich vom “L1″ lediglich durch die Unterstützung von IPSec VPNs.
Die Features im Überblick:
- Firewall und DynDNS Client
- Bidirektionale GPRS/EDGE Kommunikation
- Volle Nutzung der EDGE Bandbreite, max. 236.8 KB/s (Down-/Uplink)
- Ethernet Schnittstelle zur Applikation
- DHCP-Server
- Eingangsspannungsbereich (12…60 VDC)
- Temperaturbereich (-20 °C bis +60 °C)
- IPsec VPN-Tunnel (nur “V2″)
Quelle: Pressemitteilung Dr. Neuhaus Telekommunikation vom 21.2.2008
Wer sich für das Innenleben des “V2″ interessiert, wird bei Innominate fündig. Die VPN-Einheit kommt von dort. [Korrektur]: Das TAINY EMOD basiert nicht mehr auf dem innominate mGuard wie das Vorgängermodell Tainy GMOD. Das TAINY EMOD läuft unter Linux 2.6 auf einem ARM9 von Atmel.
Drei Anmerkungen fallen mir dazu ein:
- DynDNS ist nicht immer so ohne weiteres in den GPRS/EDGE/UMTS-Netzen in Deutschland möglich. Dazu braucht man eine öffentliche IP-Adresse und die bekommt an häufig einfach nicht. Beispielweise weil der Tarif an einen speziellen APN gekoppelt ist (wie bei Vodafone M2M-Tarifen). Auch bei privaten APNs (T-Mobile IP VPN, Vodafone CorporateDataAccess) gibts private IPs.
- Wer mit öffentlichen IP-Adressen (und DynDNS) arbeitet, muss sich darüber im klaren sein, dass er auch jedes IP-Paket was er aus dem “wilden Internet” empfängt, auch bezahlen muss. Und das – jeder der schon einmal in einen Firewall-Log geschaut hat kennt es – kann ein stetiger Strom sein. Ein großes Datenpaket ist also Pflicht!
- Für das V2 hätte ich mir zusätzlich (oder alternativ) zu IPsec noch OpenVPN gewünscht, dieser Open-Source-Tunnel auf Basis von SSL verbreitet sich auch in der M2M-Welt immer mehr und kommt zudem auch ohne Probleme mit NAT klar. Aber das kann ja noch mit der nächsten Firmware-Version kommen.
.Vergleichbare Router für die Hutschiene gibt es z.B. auch bei:
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Hallo Jan,
das TAINY EMOD basiert nicht auf dem innominate mGuard wie das Vorgängermodell Tainy GMOD. Das TAINY EMOD läuft unter Linux 2.6 auf einem ARM9 von Atmel.
An einen DynDNS Server kann man auch private IP registrieren so das z.B Geräte die aus einem IP Pool dyn. IP Adressen beziehen über Hostnamen erreicht werden können. So z.B. beim CDA von Vodafone.
Hat schon mal jemand das für die Überwachung und Aufrechterhaltung der VPN Verbindung notwendigen overhead Volumen von openVPN und VPN IPSEC gegenüber gestellt?
Mathi
@Mathi:
Danke für den Hinweis zu Innominate – habe ich aufgenommen. Auf dieser Basis ist es aber doch geradezu ein Kinderspiel openVPN zu integrieren.
Klar, einen DynDNS Server kann ich auch mit privaten IPs füttern, aber wenn ich schon hinter einem privatem APN sitze werde ich wohl nicht einen öffentlichen DynDNS nutzen wollen? Anstatt in diesem Fall als Workaround einen DynDNS Server selber zu betreiben, würde ich dann doch lieber an der Wurzel anpacken und einen Radius-Server aufsetzen. Außerdem ist der öffentliche DynDNS Service zwar kostenlos, hat aber keine definierte Verfügbarkeit. Letztes Wochendende war er wieder “weg” und darauf basierende Anwendungen “tot.”
Overhead-Volumen openVPN/IPsec:
Das ist ein Punkt, zu dem ich keine eigenen tiefen Kenntnisse habe. Die c’t schreibt dazu im Artikel “VPN-Knigge – VPN-Protokolle und Standards” in der Ausgabe 07/06: “IPSec-VPNs sind relativ ressourcenhungrig und erzeugen viel Overhead, allerdings sind sie skalierbar. [...] Was bleibt, ist OpenVPN, das sich als echter Shooting Star entpuppt. Aufgrund seiner Flexiblität und der hohen Sicherheit ist damit zu rechnen, dass OpenVPN bald sehr viele Anhänger finden wird.”
Wenn Du andere Erkenntnisse hast: Bist du bereit einen Eintrag dazu zu schreiben? Ich trage Dich gerne als Autoren ein!
Viele Grüße
Jan
@Mathi:
Zum Overhead von OpenVPN gibt es jetzt einen Artikel:
http://m2m-blog.de/2008/10/30/m2m-mit-openvpn-betrachtung-von-overhead-und-datenvolumen/
Was nun noch fehlt, wäre eine Betrachtung zum Overhead von IPSec.