High-Tech Fahrrad-Diebstahlschutz

Kürzlich hat es eine M2M Anwendung bis in den SPIEGEL ONLINE geschafft. Zum Glück läuft diese Story nicht unter dem Label M2M (dieses Stichwort kennt der Spiegel noch nicht), denn sonst würde M2M zukünftig als “1984″ oder “Big Brother” bezeichnet werden.

Die britische Firma SMS Response hat mit dem Cycle Monitoring System einen High-Tech Fahrrad-Diebstahlsschutz entwickelt und in Portsmouth getestet:

Ein High-Tech Radler nutzt ein spezielles Fahrradschloss mit Bewegungsmelder und einer Logik zum Versenden von Alarmmeldungen per RFID. Sicher abstellen kann man sein Fahrrad dann an speziell aufgerüsteten Abstellplätzen: RFID-Lesegeräte identifizieren Fahrrad und Stellplatz und nehmen Alarmmeldungen entgegen. Der Radler schärft das System über eine SMS an eine Zentrale.

Cameras innercity London 2005 (Quelle Wikipedia Commons)Als typisch britischer Anteil des Systems werden die Stellplätze noch per Video überwacht (bei der Kameradichte in UK ist dafür keine besondere Aufrüstung mehr notwendig).

Im Alarmfall versendet das Schoss einen stillen Alarm an eine Überwachungs- zentrale. Gleichzeitig wird eine der Kameras automatisch direkt auf das (per RFID registrierte) Rad aus- gerichtet und die Aufnahme der Videosequenz gestartet. Bei Bedarf kann dann die Zentrale Sicherheitspersonal schicken um den Übeltäter zu stellen.

Dieses System umgeht die Prolematik, dass die Bilder der Millionen von Kameras in UK derzeit in der Regel nur “post mortem” ausgewertet werden können.

Aus technischer Sicht ist dieses System aber dennoch ein “schönes” Besispiel: Zwei wireless Technologien (RFID und SMS per GSM) und – wie auch immer realisierte – Telemetrie zur Steuerung der Kameras arbeiten in einem “Netz der Dinge” bestehend aus Fahrradschloss, Stellplatz, Kamerasteuerung, Alarmzentrale und dem Mobile des Radlers.

Beeindruckend. Aber wirklich zur Nachahmung in Deutschland zu empfehlen? Einen guten Einblick zum Thema Videoüberwachung in UK gibt es in diesem Blogeintrag.


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