Überwachung von Brennstoffzellen per GPRS
M2M Anwendungen müssen nicht unbedingt spektakulär oder großvolumig sein, um sich positiv von der Masse abzuheben und “interessant” zu sein.
Einfach, preiswert und angemessen reicht völlig aus ![]()
Auf die von Udo Michelfelder (Fa. UDOMI) auf dem M2M Kompetenztag vorgestellte Lösung zur Online-Überwachung und -Steuerung von Brennstoffzellen-Systemen treffen all diese Attribute zu.
Zur Brennstoffzelle
Brennstoffzellen erzeugen direkt aus einem Brennstoff (in diesem Fall Methanol) Strom. Verwendet werden Brennstoffzellen immer dann, wenn ein Stromanschluß nicht möglich oder einfach zu teuer wäre. Beispiele sind abgelegene Funk-Basistationen, “Starenkästen” (na ja) oder Leuchtzeichen auf Autobahnbaustellen. Häufig werden sie auch als Hybrid-System zusammen mit Photovoltaik eingesetzt, die Brennstoffzelle füllt dann die Lücken in der dunklen Jahreszeit.
Warum Online-Überwachung und -Steuerung?
Was unmittelbar einleuchtet ist eine Pegelüberwachung des Methanol-Brennstoffvorrates. Rechzeitig vor dem “Ende” des Brennstoffes gibt es einen Alarm und man kann “nachtanken”. Je nach Anlage und Witterung kann dieses Intervall zwischen 5 Tagen und mehreren Monaten liegen. Die Fernüberwachung erspart unnötige und teure Anfahrten.
Immer interessant – gerade wenn man mehrere Anlagen betreibt – sind auch Statistikdaten wie z.B. Ladezustand der Batterie oder Sonnenscheindauer.
Der eigentliche Grund für die Entwicklung dieses Systems war aber – und das erschließt sich wohl nur Insidern – die Fernkonfiguration der Brennstoffzelle. Brennstoffzellen haben eine begrenzte Lebensdauer und das jeweilige (Hybrid)System muss für eine gute Funktion und eine lange Lebensdauer an die jeweilige Anwendung angepasst werden. “Richtig” geht das nur in der installierten Anwendung – wenn man dann nicht dauernd “vor Ort” sein will, braucht man zwingend eine Lösung zur Fernwartung.
Die Realisierung
Das realisierte System besteht grob aus drei Komponenten:
- Java-fähiges GPRS M2M-Terminal “vor Ort”
- Java-Programm im Teminal mit Logik zur Alarmierung und Anbindung an die Brennstoffzelle per serieller Schnittstelle
- Portal für den Kundenzugriff
Der Ansatz, die vor Ort notwendige Logik als Java-Programm gleich im Terminal ablaufen zu lassen, spart im Vergleich zur alternativen Lösung SPS+Modem sicher Platz, Strom und Kosten.
Die Wahl eines Portals (Demozugang mit Benutzer demo und Passwort udomi) anstelle einer auszuliefernden Software für den Kundenzugriff erspart dem Kunden eine Installation und ermöglicht vor allem ein nachhaltiges Geschäftsmodell.
Realisiert wurde die M2M-Lösung (Java-Programm und das Portal) von der Firma INSIDE M2M.
Vielen Dank an UDOMI für die freundliche Erlaubnis zur Nutzung des Bildmaterials.
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