E-Plus setzt auf EDGE: Fit für M2M-Anwendungen?

Nach langem Zögern bezüglich EDGE hat sich E-Plus nun doch für diese Technik entschieden und hat in einer Pressemitteilung einen “großflächigen EDGE Ausbau” in 2009 angekündigt.

Bislang galt E-Plus (und die verbundenen Marken) als sehr günstig, aber das Netz hatte in Sachen Abdeckung und Verfügbarkeit nicht den besten Ruf.

In der Zwischenzeit hat E-Plus aber einiges getan oder zumindest angekündigt, um in Sachen Verfügbarkeit von Datendiensten zu den D-Netzen aufzuschließen:

und schliesslich jetzt

Alle Maßnahmen zusammen haben aus meiner Sicht durchaus das Zeug das Netz für M2M-Anwendungen attraktiv, also “fit” zu machen.

EDGE bringt gegenüber GPRS deutlich reduzierte Latenzzeiten und macht es einfacher auch “alte” Protokolle sinnvoll über Mobilfunk zu betreiben oder es macht interaktive Anwendungen erst wirklich benutzbar. Für eine Vielzahl von M2M-Anwendungen ist EDGE vollkommen ausreichend, aus Kostengründen verzichten heute auch viele embedded Module auf UMTS/HSDPA.

Schade ist nur, dass E-Plus sein Netz nicht wirklich vollständig auf EDGE ausbauen will, sondern nur von einer Bevölkerungsabdeckung (nicht Flächenabdeckung!) von 90% spricht. Echte Flächendeckung sieht anders aus. Aber wenn E-Plus die Ankündigungen wahr macht, entsteht in Zukunft eine Konkurrenz für das derzeit einzige flächendeckende EDGE-Netz von T-Mobile.


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