M2M-Anwendungen und der T-Mobile Ausfall (April 2009)
In dieser Woche hat es T-Mobile “erwischt”:
Durch einen kapitalen Ausfall des HLR (Home Location Register) war das Netz von T-Mobile für mehrere Stunden weitestgehend lahmgelegt. Die Störung war so umfassend, dass sie es bis in die “Tagesschau” und auf die Titelseiten der Tageszeitungen gebracht hat.
Nach Aussage von T-Mobile waren zwar Voice und SMS betroffen, Datendienste jedoch nicht. Eine Aussage, die so generell zumindest anzuzweifeln ist. Mein Mobile jedenfalls hat nach einem Zellenwechsel das Netz “verloren” und war somit auch nicht mehr zum surfen oder mailen zu bewegen.
Überraschend war dann aber später die Erkenntnis, dass praktisch alle mir bekannten M2M-Anwendungen, die auf GPRS/EDGE oder UMTS basieren, ohne Sörung durchgelaufen sind!
Zwar überraschend, aber dennoch einfach zu erklären:
Zugriffe auf das HLR weden primär benötigt, wenn ein Endgerät im Netz angemeldet, wenn eine Verbindung aufgebaut wird oder wenn ein Zellenwechsel stattfindet.
Auf Anwendungen, die mit GPRS/EDGE oder UMTS arbeiten, trifft dies aber nur äußerst selten zu. Derartige Anwendungen halten eine Verbindung zumeist dauerhaft “always online”, da ja nach Datenvolumen und nicht nach Zeit abgerechnet wird.
Schön, dass M2M-Anwendungen, die “always online” auf GPRS/EDGE/UMTS basieren, auch einen Ausfall des HLR (zumindest für einige Zeit) überleben, schlecht aber dennoch für das Vertrauen in M2M über Mobilfunk.
Auch wenn derartige Ausfälle sehr selten sind und nicht überbewertet werden sollten, kann man auch die Ausfallsicherheit von GPRS-basierten Anwendungen optimieren, z.B. durch den Einsatz von mehreren SIM-Karten oder anderen Methoden zur Sicherstellung einer gewissen Redundanz.
In diesem Zusammenhang vielleicht auch interessant:
Dual-SIM: Sinn- oder Unsinn für M2M-Anwendungen?
DynDNS seit 2 Tagen gestört – auch M2M Anwendungen sind betroffen
Ausfälle von Mobilfunknetzen (GPRS/UMTS Datendienste)
Hat Ihnen dieser Beitrag gefallen? Dann schreiben Sie doch einen Kommentar, oder abonnieren Sie die Artikel und erhalten Sie automatisch neue Beiträge auf Ihrem RSS-Reader. Alternativ können Sie neue Beiträge auch per Email erhalten. Klicken Sie hier, um sich anzumelden.
Trackbacks & Pingbacks
Kommentare
Schreibe einen Kommentar
Line and paragraph breaks automatic, e-mail address never displayed, HTML allowed: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>




Its clearly more importantly a mobility& “power-on/off/sleep cycle” question – for example vehicle tracking vs. vending machine diagnostics – than the transport bearer which determines how often a device with embedded radio modem books itself into the network.
So if you say that a standing IP connection was intact this will only be true as long as the session is already open, and as long as no context/location refresh is required.
Also solutions should dynamically utilize whatever (or however little) IP-connectivity bandwidth is availble. Just in case that this is all coverage there is on a large scale deployment when a significant number of devices is be ready to sure to perfectly run on GPRS/EDGE only.
nbk1