Energie-Diät für M2M-Geräte

Jeder kennt die «Energieeffizienzklassen» – welch ein Wort – für Kühlschränke oder Waschmaschinen. Für langfristig denkende Käufer ist die Energieeffizienz ein wichtiges Kaufkriterium, denn über die gesamte Lebensdauer kann ein sparsames, aber in der Anschaffung teures Gerät trotzdem die günstigere Wahl sein. Unsere Umwelt bedankt sich zusätzlich.

Bei M2M-Geräten im industriellen Umfeld ist Energiesparen heute kaum ein Thema, denn der finanzielle Hebel ist einfach zu gering: Mehr als wenige EUR Einsparung pro Gerät und Jahr sind kaum drin. Verständlich, dass sich aus dieser Motivation kaum jemand Gedanken macht.

Interessant wird es jedoch, wenn der Strom nicht für wenige Cent aus der Steckdose kommt, sondern selbst erzeugt werden muss (z.B. mit Solar, Wind, Brennstoffzellen). Ein Beispiel hierfür sind autarke Videoüberwachungen, Wetterstationen oder auch oder auch “Starenkästen”. Jedes Watt das man in solchen Installationen einspart, verringert die notwendige Batteriegröße / Solarpanelgröße etc. beträchtlich und macht das Gesamtsystem kleiner und günstiger.

In diese Richtung zielt auch eine kürzlich herausgegebene Pressemitteilung von Lyconsys:

LyconSys RouterDurch einen konfigurierbaren Power-Controller lassen sich der Router ERT100 und angeschlossene UMTS-Modems einfach und schnell in einen Stromsparmodus umschalten. Der durchschnittliche Stromverbrauch des Systems sinkt damit auf weniger als 0,1 W.

Die Stromsparfunktion des Industrierouters ERT100 ist denkbar einfach: Über konfigurierbare Events lassen sich je nach Wochentag verschiedene Zeiten für das Ein- und Ausschalten des Routers definieren. Bei Solar gespeisten Außenanlagen kann dies z. B. in den Nachtstunden sein, in Büros sind es die arbeitsfreien Zeiten und das Wochenende.

Der durchschnittliche Energieverbrauch des Routers im Normalbetrieb beträgt lediglich 3,5 Watt. Werden zusätzliche UMTS-Modems angeschlossen, erhöht sich der Verbrauch um bis zu weitere 6 W. Im Stromsparmodus verbraucht das System laut Hersteller weniger als 0,1 W.

„Obwohl oft nur zu bestimmten Zeiten wirklich Datenverkehr stattfindet, sind viele Router permanent online und erreichbar. Hier sehen wir wirklich Potenzial um mit dem Stromsparen anzufangen.”, betont Sven Kreiensen, Geschäftsführer von LyconSys.

Endlich anfangen. Da kann ich mich nur anschließen!

Machen Sie mit! Denken Sie immer – und nicht nur beim Kauf einer Waschmaschine – an den Energieverbrauch, auch bei der Planung von M2M-Anwendungen:

Wenn Sie den Aspekt «Energie» mit in Ihren Auswahlprozess einfließen lassen, werden Sie in den meisten Fällen keinen Orden bekommen, aber:

Ein weiterer positiver Nebeneffekt wird häufig vergessen:

weniger Energie → weniger Wärme → längere Lebensdauer

Wenn die Beachtung des Aspektes Energieverbrauch dazu führt, dass Ihre Anlage in den nächsten Jahren auch nur einmal weniger ausfällt, dann haben sich die Überlegungen wirklich gelohnt. RoI einmal anders.

PS:
Im Bereich Sensornetzwerke ist die Technik schon viel weiter, dort wird Energy Harvesting mit wachsender Verbreitung eingesetzt. Aber auch Sensornetzwerke haben zumindest einen zentralen Knoten, der meist auch mit einem Router ausgestattet ist…


Hat Ihnen dieser Beitrag gefallen? Dann schreiben Sie doch einen Kommentar, oder abonnieren Sie die Artikel und erhalten Sie automatisch neue Beiträge auf Ihrem RSS-Reader. Alternativ können Sie neue Beiträge auch per Email erhalten. Klicken Sie hier, um sich anzumelden.

Noch keine Kommentare.

Schreibe einen Kommentar

Line and paragraph breaks automatic, e-mail address never displayed, HTML allowed: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

(required)

(required)


Comment Spam Protection by WP-SpamFree