M2M: Wann kommt die Konsolidierung nach Deutschland?

Das Thema M2M ist erwacht und wird zu einem ernsthaften Geschäft – egal ob man in Richtung VCs (z.B. What’s Hot in Venture Capital in 2012) schaut, die Netzbetreiber beim hoffnungsfrohen Auf- oder Ausbau des neuen Geschäftsbereiches beobachtet, oder man aus praktisch jeder Branche Meldungen über neue Projekte mit M2M-Aspekten vernimmt – überall das gleiche Bild: Emsige Aktivität in Sachen M2M.

Ein weiterer Indikator  ist die Globalisierung für M2M-Hardware, die nun auch Deutschland erreicht:

In anderen Bereichen der M2M-Wertschöpfungskette ist es verdächtig still, dort ist die Globalisierung noch nicht angekommen:

Während die Hardware-Hersteller bereits im globalen Wind stehen, haben die Software- und Lösungsanbieter noch relative Ruhe – evtl. eine Ruhe vor dem Sturm:

Denn normalerweise ist es diese Phase eines Marktes in der es aufgrund verstärkten Wettbewerbs zu einer Konsolidierung der Anbieter kommt, sei es durch Aufgabe oder durch Übernahmen.

Und genau das würde ich ab Ende 2012 erwarten:

  1. Mit der fortschreitenden Standardisierung von Schnittstellen im M2M-Bereich wird es auch für Anwendungssoftware leichter die Grenzen zu überwinden.  In dieser Folge werden wir – für einen zügigen Markteintritt – auch Übernahmen deutscher Hersteller von Anwendungssoftware und auch Middleware erleben.
  2. M2M-Hardware wird zunehmend ein preissensitiver Massenmarkt, lokale Hersteller werden sich in Nischen flüchten, besonderen – lokalen! – Support oder Services anbieten, oder einfach verschwinden. In diesem Bereich sind die Distributoren und Vertriebswege die eigentliche Front, Übernahmen oder Beteiligungen sind aus meiner Sicht daher nicht allzu wahrscheinlich.
  3. M2M-Service-Provider kommen in Deutschland an (wohl noch nicht 2012, aber lang kann es nicht mehr dauern). Der große Footprint der Tier-1-Carrier und deren Verträge mit internationalen Service-Providern wird diese auch nach Deutschland spülen – incl. standardisierter Middelware. Was in diesem Feld passiert wird interessant – denn hier konkurrieren die deutschen Sektionen der Netzbetreiber mit ihren internationalen Kunden.

In 18 Monaten können wir dann noch einmal schauen, wie es dann doch völlig anders gekommen ist. Es bleibt spannend…


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